
Seinen Anfang nahm mein Lebensweg in Enneberg Pfarre/La Pli, einem Marienwallfahrtsort und Bergbauerndorf in den Südtiroler Dolomiten, das von der landwirtschaftlichen Arbeit und der Ladinischen Kultur ebenso geprägt ist, wie vom christlichen Glauben und den Traditionen. Als kleines Kind hinterließen vor allem die feierlichen Gottesdienste bei mir einen bleibenden Eindruck, sodass ich schon sehr früh den Wunsch hegte, Priester zu werden. Bestärkt wurde ich darin von meiner Familie und von der Dorfgemeinschaft, mit denen ich viele schöne Glaubenserfahrungen teilen durfte. Meine große Freude als Schulkind war die Pfarrkirche mit ihrer langen Geschichte und ihrer prachtvollen Ausstattung. Später durfte ich in ebendieser Kirche verschiedene Aufgaben übernehmen, wie etwa die Leitung der Ministrantengruppe, ein für mich sehr erfüllender Dienst.
Die tiefe Verbundenheit zu meinem Heimatdorf machte den Aufbruch zum Theologiestudium nach Innsbruck zu einer kleinen Herausforderung. Nichtsdestotrotz kam ich mit dem Studentenleben gut zurecht und fand rund um die Theologische Fakultät und die Jesuitenkirche neuen geistlichen Nährboden. Und als ich den sanften Ruf Gottes immer klarer spürte, es sei nun langsam an der Zeit, ins Priesterseminar einzutreten, führte mich mein Weg, nach reiflicher Überlegung, in das Innsbrucker Seminar.
Hier möchte ich nun diesen Weg, den Gott mit mir gegangen ist, weitergehen, im Vertrauen darauf, dass er mich weiterhin leiten und mir zur Seite stehen wird. Allen, die mich im Gebet begleitet haben und weiterhin begleiten, ein herzliches „Vergelt’s Gott“.
A düc chi co m’á acompagné y m’acompagneia ennant tl’oraziun en gran iolan y Dio s’al paii.